Zonierungskonzept


Nachdem die behördlich verfügten Kletterverbote am Röthelfels und am Walberla auf massiven Wiederstand unter den Kletterern geführt haben, wird mit dem Kletterkonzept Eibenwald & Weiße Wand, das erstemal ein gemeinsames Kletterkonzept zwischen Behörden und Naturschützern auf der einen Seite und Kletterern auf der anderen Seite, ausgearbeitet.

Zonierungsschild an der Leupoltsteiner Wand

Ziel der Vereinbarung soll ein vernünftiger Kompromiss zwischen Nutzen und Schutz eines Klettergebiets sein, sowohl Felsbiotope als auch der Klettersport sollen von der Regelung profitieren. Behördlich verfügte Sperrungen von Felsen als auch das unkontrollierte Erschließen von weiteren Felsen und Routen soll so vermieden werden. Als Grundlage wurde die Vegetation der Felsbiotope von S. Witty im Auftrag des BUND Naturschutz der Kreisgruppe Forchheim erfasst.

Als Lösungsvorschlag wird eine Einteilung der Felsen in drei Zonen vereinbart:

Zone 1

  • Ruhezone, hier wird grundsätzlich nicht geklettert (Komplettsperrung).

Zone 2

  • Klettern nur auf den vorhandenen Routen bis zum Umlenkhaken, keine Erschließung von Neutouren (Neutouren sind evtl. nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde möglich).

Zone 3

  • Klettern auf den vorhandenen Routen, außerhalb von Vegetationszonen sind Neutouren mit Umlenkhaken möglich.

Weitere Regelungen sind:

  • Zum Schutz von Tierarten sollen zeitlich befristete flexible Sperrungen eingesetzt werden
  • Am Wandfuß und im Fels selbst darf keine Vegetation entfernt werden.
  • Die Felsköpfe sollen nicht betreten werden, Umlenkhaken sind zu benutzen
  • Umlenkhaken nicht vom Felskopf aus einhängen (z.B. zum Toperope)

Gebietssperrungen

Die folgenden Hinweisschilder sind an Kletterfelsen zu finden, an denen ein Teil der Wand gesperrt ist.Man findet meist die folgenden Schilder vor:

Klettern ist in diesem Bereich verboten

Klettern ist rechtsseitig erlaubt

Klettern ist linksseitig erlaubt

Das X-Zeichen für ein Kletterverbot ist nicht immer vorhanden. Die Pfeile zeigen dann auf den Bereich der beklettert werden darf bzw. in welchem Bereich Touren erschlossen werden dürfen, sollte die Zonierung dies erlauben.