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FAQ

Unsere Antworten auf eure häufigsten Fragen

Verein

Was macht die IG Klettern eigentlich?

Wir sind …

  • Bindeglied zwischen Kletterern, Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden,
  • die Interessensvertetung der Kletterer in diesem Konfliktfeld,
  • und Ansprechpartner für Forst- und Grundstückseigentümer.

Wir informieren euch …

  • über Kletterfelsen und Sperrungen,
  • das Verhalten in der Natur
  • und kooperieren mit anderen IGs und Bergsportvereinen wie dem DAV.

Wir unterstützen …

  • Anträge auf Erschließung von Felsen und Routen
  • sowie Sanierungen mit kostenlosem hochwertigen und genormten Material
    (das ihr für Erschließungen zu günstigen Konditionen erhaltet).

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Wie kann ich mitmachen?

Du kannst dich auf unterschiedliche Arten bei deiner IG einbringen:

  • Wenn du anpacken und dich ehrenamtlich (vom Schreiben bis zum Sanieren) betätigen möchtest, schau hier vorbei.
  • Durch eine Mitgliedschaft bei uns kannst du uns langfristig unterstützen – und erhältst den Steinschlag, um auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Wir freuen uns natürlich über jede Spende, die es uns erlaubt, Sanierern Material zur Verfügung zu stellen, mit dem das Klettern in der Region sicherer wird.

 

Wer finanziert die Haken im Frankenjura, Fichtelgebirge, Steinwald und Bayerischen Wald?

Die IG Klettern finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden die Haken und stellt diese für Sanierungen kostenlos zur Verfügung.

Erschließer können bei uns Material zu günstigen Konditionen erhalten.

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Was bewirkt meine Spende/mein Mitgliedsbeitrag?

Mit deinem Mitgliedsbeitrag fördert die IG Klettern den Klettersport in deiner Region.

  • Wir vertreten die Interessen des Klettersports ‎gegenüber Behörden und Naturschutzverbänden
  • Wir vermitteln zwischen Kletterern und Anwohnern
  • Wir stellen kostenfrei Haken für Sanierungen zur Verfügung
  • Wir veranstalten einmal jährlich das IG-Fest
  • Wir verlegen die Mitgliederzeitschrift Steinschlag

Mit deiner Spende unterstützt du uns dabei, Sanierern Material zur Verfügung zu stellen, die das Klettern in der Region sicherer machen.

Mehr über die IG Klettern erfahren.

Kletterer

Wo kann ich als Anfänger am Fels klettern?

Es ist schwierig, hier einen allgemeinen Ratschlag zu geben. Wenn du das allererste Mal draußen am Fels bist, macht vermutlich ein Kurs „Von der Halle an den Fels“ Sinn, z.B. durch einen Outdoor-Kletterschein des DAV.  Wenn du jemanden kennst, der sich bereits gut auskennt und dich ins Klettern draußen einführen kann, wäre das natürlich optimal.

Der Vorteil hierbei ist, dass du bei der Gelegenheit auch geeignete Wände kennenlernen kannst. Darüber hinaus findest du in manchen Kletterführern Hinweise darauf, welche Felsen sich für den Einstieg anbieten.

Wie unterscheidet sich das Klettern am Fels vom Klettern in der Halle?

Hier spielen viele Aspekte mit rein:

  • Die Sicherungssituation ist draußen komplexer. Du solltest für den Vorstieg in einem Kurs oder von jemandem, der sich wirklich auskennt, lernen wie du z.B. am Umlenker umfädelst. Auch sind gerade in Franken die Hakenabstände weiter und du musst selbst entscheiden, ob dir eine Route und deren Absicherung genügt.
  • Wenn wir draußen sind, sollten wir uns auch naturverträglich verhalten und Aspekte wie den Vogelschutz mit den temporären Sperrungen berücksichtigen.
  • Selbstverständlich sollten wir nicht nur Pflanzen und Tiere schützen, sondern auch andere Menschen nicht beinträchtigen.

Welche Regeln gibt es am Fels?

Dies lässt sich nicht knapp zusammenfassen. Auf den folgenden Unterseiten, kannst du dich zu den jeweiligen Themen informieren:

Unter den Menüpunkten Naturschutz und Klettern findest du noch mehr Informationen.

Was bedeuten die Nummern 1, 2 und 3 auf Schildern an den Felsen?

Diese Plaketten sind Teil der Kletterkonzepte, mit denen das Klettern in naturverträgliche Bahnen gelenkt wird.

Zone 1: Ruhegebiete, in denen überhaupt nicht geklettert wird.

Zone 2: Klettern nur auf den vorhandenen Routen bis zum Umlenkhaken, keine Erschließung von Neutouren.

Zone 3: Klettern auf den vorhandenen Routen, außerhalb von Vegetationszonen sind Neutouren mit Umlenkhaken möglich.

Darüber hinaus markieren Schilder mit Kreuzen (x), wo nicht geklettert werden darf. Oft hängen sie neben Schilder mit Pfeilen (▶ und ◀), die zeigen, in welcher Richtung das Klettern erlaubt ist.

Weitere Informationen findest du hier.

Warum werden in alten Routen nicht mehr Haken nachträglich gesetzt?

Der Klettersport ist im Frankenjura historisch gewachsen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts werden unsere Felsen erklommen. Das Sportklettern mit der einhergehenden engmaschigen Absicherung, der Akzeptanz von Stürzen und des Ausreizens der körperlichen Grenzen ist im Vergleich eine eher junge Erscheinung. Wir unterstützen den Gedanken, dass unsere Felsen auch Heimat für andere, „abenteuerlichere“ Spielarten des Kletterns sein können. Dies ist auch ein Grundgedanke des Sanierungsstatements.

Dennoch gibt es konkrete Gründe, die gegen zusätzliche Haken sprechen wie z.B.:

  • Die fragliche Passage lässt sich mit mobilen Sicherungsmitteln absichern.
  • Der Erstbegeher hat sich gegen zusätzliche Absicherung ausgesprochen.
  • Die ungesicherte Passage liegt weit unter dem angegebenen Schwierigkeitsgrad.
  • Der Hakenabstand ist weit, aber das Sturzgelände ist gut.

Kann ich selbst zusätzliche Haken setzen um die Absicherung zu verbessern?

Wenn du das Bohrhakensetzen beherrschst, kann unter Umständen und unter Beachtung des Sanierungsstatements auch ein zusätzlicher Haken gesetzt werden.

Dies sollte aber in Rücksprache mit dem Erstbegeher geschehen.

Mehr Infos dazu gibt es hier.

Warum sind manche Felsen gesperrt?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Felsen gesperrt werden. So ist das Klettern mancherorts zum Vogelschutz für eine bestimmte Zeit untersagt, andere werden aus naturschutzfachlichen Gründen nicht beklettert, wenn sie zum Beispiel in Schutzgebieten liegen. Zuletzt kann es auch wegen Konflikten mit Anwohnern und Besitzern zu Sperrungen kommen.

Wichtig ist es in jedem Fall, sich an die Regeln zum natur- und anwohnerverträglichen Klettern zu halten, die wir hier zusammenfassen.

Boulderer

Warum werden Boulder nicht veröffentlicht?

Der Grund hierfür ist, dass sich viele Boulder auf privatem Grund oder in naturgeschützten Gebieten befinden. Eine Veröffentlichung von Bouldern kann zu einer Zunahme des Boulderns führen, was wiederum in einer kompletten Sperrung des Felsen bzw. des Gebietes resultieren könnte. Dass Bouldergebiete nicht veröffentlicht werden sollen, ist als Lenkungsmaßnahme im Boulderappell festgehalten. 

Was ist der Boulderappell?

Der erste Boulderappell aus dem Jahr 1998 wurde von der IG Klettern und dem DAV in Abstimmung mit Naturschutzbehörden verfasst. Er wurde 2010 angepasst und verhindert durch Selbstbeschränkungen behördliche Fels-Sperrungen. Mehr zu den Hintergründen und den Inhalten des Boulderappels findest du hier, für eine aktualisierende Zusammenfassung siehe diesen Beitrag.

 

Erschließer & Sanierer

Wie beantrage ich eine Neutour?

Du hast an einem bereits bestehenden Felsen noch eine freie Linie entdeckt und möchtest diese gerne erschließen? Nachfolgend ein kurzer Überblick wie du dabei vorgehen musst und welche Informationen du uns idealerweise zur Verfügung stellst.

Das beschriebene Vorgehen bezieht sich zwar hauptsächlich auf Felsen, der der Zone 2 zugeordnet sind. Wir weisen allerdings hier auch ausdrücklich darauf hin, dass sich eine kurze Kontaktaufnahme auch bei Zone-3-Felsen empfiehlt. Denn entscheidend ist nicht die Beschilderung vor Ort, sondern die Zuordnung im Kletterkonzept! Falschbeschilderung oder Umzonierungen, die noch nicht vor Ort kenntlich gemacht wurden, führen sonst zu Diskrepanzen.

Welche Informationen benötigen wir:

  • An welchem Felsen soll die Neutour entstehen?
  • Wo soll die Neutour an dem Felsen erschlossen werden?
    • Neutour zwischen bestehenden Linien?
    • Neutour an bislang unbekletterten Randbereichen?
  • Informationen über den Routenverlauf
    • Ist es geplant, einen bestehenden Umlenker zu benutzen?
    • Soll der Einstieg einer bestehenden Linie verwendet werden?
    • Ist der betroffene Felsbereich vegetationsfrei?
  • Idealerweise stellst du uns ein Foto des Felsens zur Verfügung, in welchem du die geplante Linie kenntlich machst.

Diese Informationen kannst du uns per E-Mail zusenden und wir verteilen sie IG-intern an unseren jeweiligen Betreuer des betroffenen Landkreises. Dieser steht in Kontakt mit der unteren bzw. höheren Naturschutzbehörde des Landkreises, die letztlich über dein Anliegen entscheidet.

Dies geschieht in der Regel im Zuge einer Vor-Ort Begehung unter Beteiligung weiterer Naturschutzverbände, wie z.B. Landschaftspflegeverband (LPV), Bund Naturschutz (BUND) oder Landesbund für Vogelkunde (LBV). Die Organisation der Begehung wird von dem jeweiligen IG-Vertreter übernommen.

Da dieses Prozedere jedoch zeitintensiv ist, sammelt unser Vertreter die eingehenden Anträge über einen gewissen Zeitraum und gibt diese dann gebündelt an die Behörden weiter. Daher musst du auf jeden Fall etwas Geduld mitbringen, da zwischen Antragstellung und Entscheid einfach etwas Zeit ins Land gehen wird.

 

Wie beantrage ich eine Felserschließung?

Du bist auf einen bislang unbekletterten Felsen gestoßen und möchtest diesen gerne erschließen? Hier erhältst du einen Überblick, wie du vorgehen musst und welche Informationen wir von dir benötigen.

Grundsätzlich gilt bei jedem Felsen, der kein Zonenschild trägt, dass dieser erstmal pauschal der Zone 1 zugeordnet ist. Um diese Zuordnung zu ändern, bedarf es einer naturschutzfachlichen Einstufung des Felsens durch die Naturschutzbehörden im Rahmen einer Begehung vor Ort.

Um dies in die Wege zu leiten, benötigen wir folgende Informationen:

  • Genaue Lage des Felsen mit Koordinaten, am besten als Dezimalgradangabe (z.B. 49.63457, 11.531908)
  • Umfang des Erschließungsvorhabens

    • Wie viele Routen sollen erschlossen werden?

  • Informationen über den Routenverlauf

    • Welche Bereiche des Felsens sollen erschlossen werden?

    • Wo ist das Setzen der Umlenkpositionen angedacht?

    • Ist der betroffene Felsbereich vegetationsfrei?

  • Idealerweise stellst du uns ein Foto des Felsen zur Verfügung, in welchem du die geplanten Linien kenntlich machst.

Diese Informationen kannst du uns per E-Mail zusenden und wir verteilen sie IG-intern an unseren jeweiligen Betreuer des betroffenen Landkreises. Dieser steht in Kontakt mit der unteren bzw. höheren Naturschutzbehörde des Landkreises, die letztlich über dein Anliegen entscheidet.

Dies geschieht im Zuge einer Vor-Ort-Begehung unter Beteiligung weiterer Naturschutzverbände, wie z.B. Landschaftspflegeverband (LPV), Bund Naturschutz (BUND) oder Landesbund für Vogelkunde (LBV). Die Organisation der Begehung wird von dem jeweiligen IG-Vertreter übernommen.

Da dieses Prozedere jedoch zeitintensiv ist, sammelt unser Vertreter die eingehenden Anträge über einen gewissen Zeitraum und gibt diese dann gebündelt an die Behörden weiter. Daher musst du auf jeden Fall etwas Geduld mitbringen, da zwischen Antragstellung und Entscheid einfach etwas Zeit ins Land gehen wird.

Wie komme ich an Material zu Sanierungen?

Du siehst in einer Route Sanierungsbedarf und benötigst Material, um eine potenzielle Gefahrenquellen zu beseitigen? Am einfachsten kontaktierst du die IG Klettern und schilderst kurz dein Vorhaben und dessen Umfang. Dieser Informationsfluss ist für uns aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen behalten wir damit den Überblick, wofür unsere Haken verwendet wurden und zum anderen lassen sich so mögliche systematische Problemfelder z.B. mit einem bestimmten Hakentyp, Kleberart oder ähnlichem identifizieren.

Das Material für die Sanierung (Haken, Rapids, Ringe und Kleber) stellt die IG Klettern ihren Mitgliedern grundsätzlich kostenfrei zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis, dass die kostenfreie Abgabe auf unsere Mitglieder begrenzt ist. Dieser Umstand ist durch vergünstigte Einkaufskonditionen bedingt, für welche wir Material bei unseren Sponsoren beziehen und die wir nur exklusiv an unsere Mitglieder weitergeben dürfen.

Wie komme ich an Haken für eine Erschließung?

Du hast grünes Licht für einen Neutourenantrag bekommen, oder an einem Zone-3-Felsen noch eine Linie gefunden und benötigst nun Material für die Erschließung? Insbesondere bei Felsen der Zone 3 bitten wir im Vorfeld der Erschließungsarbeiten um eine kurze Kontaktaufnahme. Denn entscheidend ist nicht die Beschilderung vor Ort, sondern die Zuordnung im Kletterkonzept. Falschbeschilderung oder Umzonierungen, die noch nicht vor Ort kenntlich gemacht wurden, führen hier teilweise zu Diskrepanzen.

Das Material für die Erschließung (Haken, Rapids, Ringe und Kleber) stellt die IG Klettern ihren Mitgliedern zum Einkaufspreis zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis, dass die kostengünstige Abgabe auf unsere Mitglieder begrenzt ist. Dieser Umstand ist durch vergünstigte Einkaufskonditionen bedingt, für welche wir Material bei unseren Sponsoren beziehen und die wir nur exklusiv an unsere Mitglieder weitergeben dürfen.

Für das ausgegebene Material erhältst du dann von uns eine Rechnung, welche innerhalb des laufenden Kalenderjahres zu begleichen ist.

Wo kann ich mir das Material abholen?

Wir haben unser Material auf mehrere Lagerstätten im Frankenjura aufgeteilt, um eine Abholung zu erleichtern. Im Zuge der Bearbeitung deiner Anfrage würden wir auf das nächstgelegene Lager verweisen und den Kontakt zu dem entsprechenden Verwalter herstellen.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass die Materialausgabe postalisch erfolgt. Bitte bedenkt, dass wir dann etwaige Portokosten in Rechnung stellen müssen.

Kann ich mir eine Bohrmaschine ausleihen?

Jetzt habe ich Haken, aber wie gelange ich an notwendige Maschinen zum Bohren? Die IG Klettern verfügt über drei vereinseigene Akkuschlagbohrmaschinen, die entliehen werden können. Ebenso benötigt der von uns verwendete Kleber der Firma Würth eine spezielle Auspresspistole. Auch hier stehen vereinseigene Pistolen zu Ausleihen parat.

Da unser vereinseigenes Maschinenequipment in der Regel bei den Hakenausgabestellen deponiert ist, kann ein Maschinenbedarf direkt mit angefragt werden. Die Organisation der Ausgabe erfolgt dann in Absprache mit dem entsprechenden Verwalter vor Ort.