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Tipps zum Klettern draußen

Was zieht dich an den Fels?

Die Gründe, an die Wand zu gehen, können für jede:n von uns unterschiedlich sein. Manche sind einfach nur gerne in der Natur, andere sind neugierig auf ein neues Hobby und wiederum andere loten ihr sportliches Limit aus. Uns alle verbindet die Freude am Klettern – und wir glauben gerne Alex Lowe, der sagte:

„Der beste Bergsteiger ist derjenige, der am meisten Spaß hat.“

Damit der Spaß nicht auf Kosten anderer geht, gibt es Spielregeln, an die wir uns alle halten sollten. Wenn du sie beachtest, leistest du einen wichtigen Beitrag für das Klettern.

Flatterband am Förstelstein

Der wichtigste Muskel beim Klettern …

… ist laut Wolfgang Güllich das Gehirn. Und eine gute Leitlinie fürs Verhalten an der Wand ist der gesunde Menschenverstand. Doch dieser greift nicht immer so weit wie die Hände. Deswegen hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Codex für natur- und sozialverträgliches Klettern draußen entwickelt.

In der Natur dürfen wir klettern, weil sich die IG Klettern und andere Kletterverbände mit Eigentümer:innen, Behörden und Naturschutzverbänden auf Regeln geeinigt haben. Halten wir uns nicht an diese, kann es zu Sperrungen von einzelnen Felsen oder sogar Gebieten kommen.

Du siehst: Es hängt von uns allen ab, inwiefern unser Sport auch in Zukunft möglich bleibt

 

Hinweise zum Klettern in der Natur

Naturschutz first!

Felsen sind ein besonderer Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Informiere dich auf dieser Unterseite über befristete Fels- und Routensperrungen und beachte diese.

Tipp: Achte auf den Wegen und am Fels auf Pflanzen. Was vielleicht wie Unkraut aussieht, kann eine geschützte Art sein.

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Anständig abstellen

Wir sind nicht nur in der Natur zu Gast, sondern immer auch bei Waldbesitzer:innen und Landwirt:innen. Damit diese (und ebenso die Anwohner:innen) uns weiterhin freundlich aufnehmen, parken wir auch am Wochenende verantwortungsvoll.

Tipp: Viele Felsen sind klein. Ist der Parkplatz voll, ist der Fels voll. Alternativen sind meist nah – und oft weniger besucht.

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Na, schon wieder abgerutscht?

Erde und Sand polieren den Felsen glatt. Säubere deine Schuhe vor dem Klettern, dann scheitert dein Durchstieg nicht an einem Ausrutscher – und die Route bleibt griffig.

Tipp: Handtuch oder Fußabtreter mitbringen.

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Der letzte Schliff fürs Topropen

Häufiges Topropen schleift Umlenker durch. Verwende eigenes Material und verlängere die Lebensdauer der Route. Sanierer:innen und Erschließer:innen können ihre Zeit dann für neue Routen nutzen – statt dafür, durchgeschliffene Haken auszutauschen.

Tipp: Immer einen Extra-Karabiner fürs schnelle Einrichten des Topropes am Gurt haben.

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Sound of Silence

Spätestens, wenn du aus der Route fällst, weil jemand Musik aufdreht, weißt du die Ruhe in der Natur zu schätzen. Anderen geht es genauso. Deswegen verzichte
auf laute Musik, Gespräche vom Wandfuß zum Top und beruhige deinen (angeleinten) Hund, falls nötig.

Tipp: Ohne Ablenkung kannst du dich besser aufs Klettern und Sichern konzentrieren.

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Bürsten, bürsten, bürsten

Manchmal hilft es, Finger für besseren
Halt zu chalken oder Griffe zur Übersicht zu markieren. Aber Magnesia zieht Wasser an, macht Felsen schmierig und erschwert das Klettern. Zudem wollen viele ohne fremde Fährte klettern. Darum bürste alle Spuren beim Ablassen wieder ab.

Tipp: Verschwende nicht unnötig Energie fürs Chalken – setze Magnesia bewusst ein.

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Unerwünschte Geschenke

Herumliegende Taschentücher, alte Tampons und Tretminen … Eklig! Wenn du mal musst, gehe weiter weg und vergrabe deine Hinterlassenschaft. Nimm deinen Abfall wieder mit – und gerne auch den von anderen.

Tipp: Abfallbeutel und kleinen Spaten dabeihaben.