Gefahrenquellen melden 5 Kommentare


Das Wesen eines über Jahrzehnte gewachsenen Klettergebietes ist es, dass man bei uns im Frankenjura, auch einen Streifzug durch die Geschichte des Bohrhakens erleben kann.

Vom Schlaghaken, über den klassischen Bühler bis hin zu Haken der Marke Eigenbau oder Gerüstbauösen, lässt sich alles noch in Fränkischen Felsen entdecken.

Aussichtsfels – Altes Material

Die IG Klettern stellt deswegen, Jahr für Jahr, mehr als 1000 Edelstahlverbundhaken für Neutouren und Sanierungen zur Verfügung. Diese aus den Beiträgen unserer Mitglieder finanziert. Dadurch leistet die IG Klettern und ihre Mitglieder einen wesentlichen Beitrag um das Klettern im Frankenjura, Fichtelgebirge und im Bayrischen Wald, seit Jahrzehnten sicherer zu machen!

Wir stellen für notwendige Sanierungen die Haken und Kleber umsonst zur Verfügung. Dadurch stellen wir sicher, dass dauerhafte Lösungen an unseren Felsen geschaffen werden.

Die Sanierungen werden allerdings von einer recht überschaubaren Anzahl an Personen in ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Aktuell sind wir für den gesamten Frankenjura ca. 15 Personen, die Sanierungen durchführen. Daher sind wir bei der Abarbeitung notwendiger Maßnahmen auch auf eure Mitarbeit angewiesen.

Wie ihr uns bei Sanierungsbedarf unterstützen könnt

Solltet ihr der Ansicht sein, dass bei einer Kletterroute eine Aktion erforderlich ist, bitten wir darum dies direkt der IG Klettern Frankenjura unter zu melden. Dies kann z.B. ein lockerer/unsicherer Haken oder ein gefährlicher Felsblock sein.

So stellt ihr sicher, dass aus eurer Beobachtung auch eine Aktion erfolgt. Wir garantieren, dass wir jeder dieser Meldungen, die uns auf diesem Kanal erreichen, so zeitnah wie möglich nachgehen. Wir werden dann die Situation vor Ort prüfen.

Aus aktuellem Anlass bitten wir nochmals um Verständnis, dass wir nicht über die Ressourcen verfügen, das Internet nach derartigen Meldungen zu durchforsten!

Ihr könnt uns mit dem Detaillierungsgrad eurer Meldung unterstützen! Dadurch können wir die Meldungen priorisieren und somit Gefahrenquellen schnellstmöglich zu beseitigen.

Was eure Meldung beinhalten sollte

  1. An welchem Felsen besteht Handlungsbedarf?
  2. In welcher Route wurde die Beobachtung gemacht?
  3. Welcher Haken der jeweiligen Route ist betroffen (von unten abzählen)?
  4. Welche potenzielle Gefahrenquelle besteht?
    1. Eingeschliffener Umlenker
    2. Lockerer Haken
    3. Unsicherer Haken
    4. Loser Block
    5. etc.
  5. Idealerweise nutzt ihr euer Smartphone und macht gleich zwei Fotos aus unterschiedlichen Winkeln von der Situation vor Ort. Stellt uns diese zusammen mit der Meldung zur Verfügung. Dies ermöglicht uns wesentlich die Meldung zu priorisieren.
  6. Für eventuelle Rückfragen wäre es schön, wenn wir euch kontaktieren könnten. Daher wäre eine Telefonnummer/Mailadresse wünschenswert. Von anonymen Meldungen bitten wir Euch Abstand zu nehmen, das ist auch nicht unbedingt ein schöner Stil. Keine Sorge, niemand nimmt es euch übel, wenn sich eine Meldung als unbegründet herausstellt. Das ist eigentlich in unser aller Interesse.

In eigener Sache

Wir haben uns über die vielen Zuschriften sehr gefreut, welche uns in letzter Zeit erreicht haben. In diesen wurde uns für die geleistete Arbeit gedankt und wir haben uns sehr darüber gefreut. Herzlichen Dank für Euren Support!

Besonders freut uns aber, dass sich damit verbunden, auch viele Kletterer für eine Mitgliedschaft bei uns entschieden und zugleich ihre Bereitschaft erklärt haben, uns bei den anfallenden Arbeiten zu unterstützen. Hier ist insbesondere erfreulich, dass sich auch so viele junge Kletterer für unsere Arbeit interessieren und damit sicherstellen, dass die begonnene Arbeit auch in den nächsten Jahrzehnten fortgeführt werden kann.

Wir versuchen alle Interessierten zeitnah in die Thematik einzuarbeiten. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen wir uns aber auch überlegen, wie wir dies trotz der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen durchführen können.

Eure IG Klettern


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5 Gedanken zu “Gefahrenquellen melden

  • Löffelmann

    Hallo liebes IG-Team
    Was ich mich schon lange Frage und nun durch die aktuelle Situation / Diskussion endlich als Frage formuliere:
    Was spricht dagegen in jeden Umlenker immer ein 10mm Schraubkettenglied anzubringen?
    – Durchgeschliffene Umlenkhaken würden vermieden.
    – Durchgeschliffene Schraubglieder könnten rel. einfach ersetzt werden.
    Wenn dazu die Ösen der Umlenkhaken noch so dimensioniert würden, dass nur das Schraubglied hineinpaßt – also garnicht dazugefädelt werden kann – wäre die Hoffnung auf intelligente Nutzer überflüssig.
    Wenn jeder Kletterer der ins Frankenjura fährt 1 x pro Jahr EIN Schraubkettenglied bezahlen würde / müßte (VK 2,50 / EK …) würde das a) keinen an den Rand des Ruins bringen und b) käme im Handumdrehen eine hübsche Menge Material zusammen.
    Bleibt die Frage der Erhebung des Betrages. Dazu hätte ich auch ein/zwei Vorschläge.
    Dass wir IG-Mitglieder der überwiegenden Mehrheit der ‚User‘ das finanzieren find ich ein wenig einseitig.

    Vielen Dank und ich freue mich auf Rückmeldung

    Kurt Löffelmann / München

    • Dirk

      1. Die Bohrhaken-Norm besagt, dass 2 Bolzen in die Öse passen müssen (ich glaub es waren 11 und 15mm). D.h. es gibt keine Verbundhaken mit der von dir gewünschten Größe.
      2. 2,50€ für ein CE-genormtes Edelstahl-Schraubglied? Bitte schick mir die Bezugsquelle! An Standplätzen usw. sollte man nicht verschiedene Materialen mischen. Hierzu gibt auch div. Veröffentlichungen. Bitte kein rostenden Baumarkt-Schrott!

      Die größte Unterstützung wäre, wenn mit dem „Allgemeingut“ der Umlenkhaken sorgsam umgegangen wird.
      Ansonsten sollten die Ring-Kettenglied-Kombination der IG verwendet/unterstützt werden.

      • Jürgen Kollert

        Hallo Dirk und Herr Löffelmann, für 2,50 € gibt es keine geprüften Schraubglieder. Wir beziehen unsere Edelstahlschraubglieder von Peguet aus Frankreich. Diese sind selbstverständlich geprüft und aus Edelstahl und kosten mehr als das doppelte!